Wasser

Wasserfilter für den Notfall: welche Typen es gibt und was sie können

Trinkhalm, Pumpfilter, Schwerkraftfilter oder Tischfilter: welche Wasserfilter für Notfall und Alltag taugen, was sie herausfiltern (und was nicht) und worauf du beim Kauf achtest.

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Für den Notfall eignen sich Outdoor-Filter mit Porengröße um 0,1 bis 0,2 Mikrometer: Sie halten Bakterien und Parasiten zurück.
  • Viren hält kaum ein Hohlfaserfilter auf. Bei Verdacht zusätzlich abkochen oder entkeimen.
  • Tischfilter (Kannenfilter) verbessern den Geschmack von Leitungswasser, machen verschmutztes Wasser aber nicht sicher.
  • Ein Schwerkraftfilter mit Beutel ist für Familien am bequemsten.

Ein Wasserfilter ersetzt keinen Wasservorrat, ist aber die beste Ergänzung: Wenn der Vorrat zur Neige geht, machst du damit Wasser aus Regentonne, Bach oder Kanister trinkbar.

Die Filtertypen im Überblick

TypFür wenVorteileNachteile
Trinkhalm-FilterNotgepäck, eine PersonLeicht, günstigKleine Mengen, mühsam
Squeeze-Filter (mit Beutel)Notgepäck, WandernLeicht, schnellFür Familien zu wenig
PumpfilterGruppen, unterwegsAuch aus flachen QuellenSchwerer, teurer
SchwerkraftfilterFamilien, zu HauseKein Pumpen, große MengenBraucht Aufhängung
Keramikfilter (Tischgerät)Zu Hause, lange AusfälleSehr langlebig, reinigbarTeuer, langsam, zerbrechlich
Kannenfilter (Aktivkohle)AlltagBesserer GeschmackNicht für verschmutztes Wasser

Was ein Filter schafft

  • Porengröße 0,1–0,2 µm: hält Bakterien (etwa E. coli) und Parasiten (Giardien, Kryptosporidien) zurück.
  • Viren sind kleiner: Nur wenige Spezialfilter halten sie auf. Wenn Abwasser im Spiel sein könnte, zusätzlich abkochen oder Entkeimungstabletten nehmen.
  • Aktivkohle bindet Gerüche, Chlor und einen Teil der Chemikalien.

Worauf du beim Kauf achtest

  • Angegebene Porengröße und geprüfte Rückhalterate.
  • Kapazität in Litern und ob man den Filter rückspülen kann.
  • Durchfluss: Wie viele Liter pro Minute?
  • Ersatzteile und Ersatzfilter erhältlich.

Was du vermeiden solltest

  • Filter ohne Angaben zur Porengröße.
  • Den Filter einfrieren lassen.
  • Gefiltertes Wasser in schmutzige Gefäße füllen: Saubere und schmutzige Seite immer trennen.
  • Hochwasser filtern und trinken: Es kann Chemikalien enthalten.

Alle Methoden im Überblick: Wasser im Notfall trinkbar machen.

Empfohlene Ausrüstung

Worauf du beim Kauf achten solltest. Die Links öffnen eine Suche in einem Onlineshop; wir verdienen nichts daran.Details.

  1. Schwerkraft-Wasserfilter mit Beutel

    Beutel füllen, aufhängen, sauberes Wasser läuft in einen Behälter. Bequem für Familien.

    • Porengröße 0,1–0,2 µm
    • Beutel mit 3–10 Litern
    • Rückspülbar
  2. Trinkhalm-Filter

    Leicht und günstig, ideal fürs Notgepäck.

    • Porengröße 0,1–0,2 µm
    • Mit Flasche oder Beutel kombinierbar

Häufige Fragen

Wie lange hält ein Filter?

Hohlfasermembranen schaffen je nach Modell Hunderte bis Tausende Liter. Sie dürfen aber nicht einfrieren: Eis kann die Fasern beschädigen, ohne dass man es sieht. Bei Frost den Filter am Körper oder drinnen aufbewahren.

Filtert ein Wasserfilter Chemikalien heraus?

Nur Filter mit Aktivkohle binden einen Teil der Chemikalien, Pestizide und Gerüche. Gegen Schwermetalle, Salz oder Öl helfen sie kaum. Wasser mit Verdacht auf Chemikalien solltest du nicht trinken.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).