Zuhause

Rauchmelder, CO-Melder und Gasmelder: welche du brauchst und wohin damit

Welche Melder eine Wohnung braucht, wo Rauchmelder Pflicht sind, wo du sie montierst, wann ein Kohlenmonoxid-Melder nötig ist und worauf du beim Kauf achtest (DIN EN 14604, EN 50291, Q-Siegel).

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • In Deutschland sind Rauchmelder in allen Bundesländern Pflicht, mindestens in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Fluchtweg dienen.
  • Ein Kohlenmonoxid-Melder gehört in jede Wohnung mit Gas- oder Ölheizung, Kaminofen oder Gastherme.
  • Beim Kauf: Rauchmelder nach DIN EN 14604, am besten mit Q-Siegel und fest eingebauter 10-Jahres-Batterie; CO-Melder nach EN 50291.
  • Einmal im Jahr testen, nach etwa 10 Jahren austauschen.

Ein Wohnungsbrand ist nachts besonders gefährlich: Wer schläft, riecht keinen Rauch. Schon wenige Atemzüge der giftigen Rauchgase können bewusstlos machen. Ein Rauchmelder weckt dich rechtzeitig. Ähnlich ist es mit Kohlenmonoxid, das unsichtbar und geruchlos ist.

Drei Gefahren, drei Melder

MelderWarnt vorWo
RauchmelderRauch eines BrandesSchlafräume, Kinderzimmer, Flure, Wohnzimmer
Kohlenmonoxid-Melder (CO)geruchlosem Gas aus unvollständiger VerbrennungRäume mit Gastherme, Heizung, Kaminofen, Schlafzimmer in der Nähe
Gasmelderausströmendem Erdgas oder FlüssiggasKüche mit Gasherd, Heizungsraum, Räume mit Gasflaschen

Rauchmelder

Wo Pflicht: In Deutschland in allen 16 Bundesländern, mindestens in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Fluchtweg dienen. Sinnvoll sind sie in jedem Raum außer Küche und Bad.

Montage:

  • An der Decke, möglichst in der Raummitte, mindestens 50 cm von Wänden und Lampen entfernt.
  • In jedem Stockwerk mindestens einer, auch im Flur vor den Schlafzimmern.
  • Nicht in Küche und Bad (Fehlalarme durch Dampf); in der Küche lieber einen Hitzemelder.

Funkvernetzte Melder lösen alle gleichzeitig aus. Das ist praktisch in Häusern mit mehreren Etagen, in denen man einen Alarm im Keller sonst nicht hört.

Kohlenmonoxid-Melder

Kohlenmonoxid entsteht, wenn Gas, Öl, Holz oder Kohle unvollständig verbrennen, etwa bei einer defekten Therme, einem verstopften Schornstein oder einem Grill in Innenräumen. Ein CO-Melder ist sinnvoll in jeder Wohnung mit:

  • Gastherme oder Gasheizung
  • Öl- oder Pelletheizung
  • Kaminofen oder offenem Kamin

Montiert wird er in Kopfhöhe oder nach Herstelleranleitung, im Raum mit der Feuerstätte und in der Nähe der Schlafräume. Was bei Alarm zu tun ist, steht im Ratgeber Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Gasmelder

Erdgas ist leichter als Luft, ein Melder dafür gehört deshalb an die Decke. Flüssiggas (Propan, Butan) ist schwerer, der Melder gehört nah an den Boden. Bei Gasgeruch gilt immer: siehe Gasgeruch: was tun?.

Worauf du beim Kauf achtest

  • Rauchmelder: Norm DIN EN 14604, besser noch mit Q-Siegel (besonders langlebig und fehlalarmsicher).
  • CO-Melder: Norm EN 50291.
  • Fest eingebaute 10-Jahres-Batterie: Kein Batteriewechsel, kein „Piepen“ mitten in der Nacht.
  • Stummschalttaste für Fehlalarme.

Wartung

  1. Einmal im Jahr testen mit der Prüftaste.
  2. Rauchöffnungen frei halten, nicht überstreichen oder abkleben.
  3. Nach etwa 10 Jahren austauschen, auch wenn sie noch piepen.

Wie du dich bei einem Brand verhältst, gehört in den Notfallplan für die Familie: Fluchtwege, Treffpunkt vor dem Haus und die Nummer 112.

Empfohlene Ausrüstung

Worauf du beim Kauf achten solltest. Die Links öffnen eine Suche in einem Onlineshop; wir verdienen nichts daran.Details.

  1. Rauchmelder mit 10-Jahres-Batterie

    Die Grundausstattung für Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flur.

    • DIN EN 14604
    • Q-Siegel
    • Fest eingebaute Lithium-Batterie mit 10 Jahren Laufzeit
    • Stummschaltung bei Fehlalarm
  2. Kohlenmonoxid-Melder

    Warnt vor dem geruchlosen Gas aus Heizung, Kaminofen oder Gastherme.

    • EN 50291
    • Batterie mit langer Laufzeit
    • Display mit CO-Konzentration ist praktisch

Häufige Fragen

Wer muss in einer Mietwohnung die Rauchmelder einbauen?

In Deutschland ist das je nach Bundesland unterschiedlich geregelt: Meist muss der Eigentümer sie einbauen, die Pflicht zur Wartung liegt teils beim Mieter, teils beim Vermieter. Im Zweifel in der Landesbauordnung oder beim Mieterverein nachfragen.

Gilt die Pflicht auch in Österreich und der Schweiz?

In Österreich schreiben die Bauordnungen der Bundesländer Rauchmelder vor allem in Neubauten vor, in der Schweiz gibt es keine landesweite Pflicht. Empfohlen werden sie überall, denn die meisten Brandopfer sterben nachts an Rauchgasen, nicht an den Flammen.

Gehört ein Rauchmelder in die Küche?

Besser nicht: Kochdämpfe lösen häufig Fehlalarme aus. Für die Küche gibt es Hitzemelder, die auf einen schnellen Temperaturanstieg reagieren.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).