Energie

Batterien, Akkus und Powerbanks für den Notfall: welche, wie viele, wie lagern

Alkaline, Lithium oder NiMH-Akkus: welche Batterien sich für den Notfall eignen, eine einfache Strategie für den Haushalt, Powerbanks, Ladegeräte und die richtige Lagerung.

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Einfachste Strategie: möglichst alle Notfallgeräte mit AA oder AAA betreiben.
  • Alkaline-Batterien halten gelagert viele Jahre, Lithium-Batterien noch länger und funktionieren auch bei Kälte.
  • NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung (LSD) sind ideal für Geräte im Alltagsgebrauch.
  • Powerbanks alle paar Monate nachladen; bei 50 bis 80 % lagern.

Taschenlampen, Radio, Rauchmelder, Hörgeräte, Thermometer: Im Notfall laufen viele wichtige Geräte mit Batterien. Mit einer einfachen Strategie hast du immer die richtigen im Haus.

Batterietypen im Vergleich

TypLagerfähigkeitBei KälteWiederaufladbarIdeal für
Alkaline5–10 JahremäßigneinVorrat, Radio, Lampen
Lithium (Primär)10–20 Jahresehr gutneinNotgepäck, Auto, Kälte
NiMH-Akku (LSD)hält Ladung Monate bis JahregutjaGeräte im Alltag
Lithium-Ionen-Akku (eingebaut)Ladung sinkt langsammäßigjaHandys, Powerbanks, Stirnlampen

Die einfache Strategie

  1. Ein Format für alles: Möglichst alle Notfallgeräte mit AA oder AAA kaufen.
  2. Ein Vorrat Alkaline oder Lithium für den Ernstfall, dazu NiMH-Akkus für den Alltag.
  3. Geräte, die beides können (Akku und Batterie), bevorzugen.
  4. Einmal im Jahr Bestand prüfen.

Powerbanks

  • Kapazität: 10.000 mAh lädt ein Handy etwa zwei- bis dreimal, 20.000 mAh drei- bis viermal.
  • USB-C mit Power Delivery für schnelles Laden.
  • Alle paar Monate nachladen, nicht ständig an der Steckdose lassen.
  • Zwei kleinere statt einer großen: Eine kann ins Notgepäck, eine bleibt zu Hause.

Ladegeräte

  • Ein Akku-Ladegerät mit USB-Eingang lädt auch an Powerbank, Powerstation oder Solarpanel.
  • Einzelschachtladung schont die Akkus.
  • Kfz-Ladeadapter (12 V auf USB) fürs Auto.

Richtig lagern

  • Kühl und trocken, bei Zimmertemperatur, nicht im heißen Auto oder auf der Heizung.
  • In der Originalverpackung oder einer Batteriebox, damit die Pole nicht in Kontakt kommen.
  • Nicht in Geräten lassen, die lange ungenutzt bleiben: Auslaufende Batterien zerstören Kontakte.
  • Lithium-Ionen-Akkus bei 50 bis 80 % Ladung lagern.

Wie viele

Für einen Haushalt mit zwei bis vier Personen und einem Ausfall von einigen Tagen:

  • 2 Sätze Batterien für jede Lampe und das Radio
  • Batterien für Rauchmelder (falls nicht fest eingebaut), Hörgeräte, Thermometer
  • 2 geladene Powerbanks
  • 1 Akku-Ladegerät mit USB

Empfohlene Ausrüstung

Worauf du beim Kauf achten solltest. Die Links öffnen eine Suche in einem Onlineshop; wir verdienen nichts daran.Details.

  1. NiMH-Akkus AA/AAA mit geringer Selbstentladung

    Wiederaufladbar, halten die Ladung auch über Monate.

    • „Ready to use“ oder LSD
    • AA mit ca. 2.000 mAh
    • Mindestens 500 Ladezyklen
  2. Ladegerät für AA/AAA mit USB

    Lädt Akkus auch an Powerbank, Powerstation oder Solarpanel.

    • Einzelschachtladung
    • USB-Eingang
    • Abschaltung bei Vollladung

Häufige Fragen

Wie lange halten Batterien in der Schublade?

Alkaline-Batterien verlieren pro Jahr nur wenige Prozent Ladung und halten oft 5 bis 10 Jahre, Lithium-Batterien noch länger. Das Datum auf der Packung gibt Orientierung.

Wie entsorge ich alte Batterien?

Nie im Hausmüll. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen Supermärkte, Drogerien und Elektrohändler Altbatterien kostenlos zurück. Lithium-Akkus vor der Rückgabe die Pole abkleben.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).