Tragbare Powerstation für den Stromausfall: worauf es beim Kauf ankommt
Wie eine tragbare Powerstation funktioniert, welche Kapazität du für Router, Kühlschrank, Licht oder ein medizinisches Gerät brauchst, LiFePO4 oder NMC und wie du sie bei einem Stromausfall sicher nutzt.
Kurz gesagt
- Zwei Zahlen zählen: die Kapazität in Wattstunden (Wh), also wie lange, und die Ausgangsleistung in Watt (W), also was gleichzeitig läuft.
- Für Licht, Handys und Router reichen 300 bis 500 Wh. Für einen Kühlschrank über einen Tag eher 1.000 Wh und mehr.
- LiFePO4-Akkus sind schwerer, halten aber deutlich mehr Ladezyklen und gelten als sicherer.
- Anders als ein Stromerzeuger darf eine Powerstation in der Wohnung betrieben werden: kein Abgas, kein Lärm.
Geschätzte Laufzeit 0 Stunden
Gesamtverbrauch 0 W
Der Verbrauch liegt über der Ausgangsleistung: Die Powerstation schaltet ab. Wähle weniger Geräte oder eine stärkere Station.
Schätzung mit 85 % Wirkungsgrad. Der tatsächliche Verbrauch hängt vom Gerät ab; sieh aufs Typenschild oder miss mit einem Steckdosen-Strommessgerät.
Eine tragbare Powerstation ist im Grunde ein großer Akku mit Steckdosen, USB-Anschlüssen und eingebautem Wechselrichter. Bei einem Stromausfall versorgt sie Licht, Handys, Router und kleinere Geräte, und das leise und ohne Abgase, also auch in der Wohnung.
Die zwei Zahlen, die zählen
- Kapazität (Wh): wie viel Energie gespeichert ist. Ein Gerät mit 50 Watt läuft an einer 500-Wh-Station rechnerisch 10 Stunden, real wegen Umwandlungsverlusten eher 8 bis 9.
- Ausgangsleistung (W): wie viel gleichzeitig angeschlossen werden darf. Liegt die Last darüber, schaltet die Station ab.
Den Rest rechnet der Powerstation-Rechner für deine Geräte aus.
Was typische Geräte verbrauchen
| Gerät | Leistung (ungefähr) |
|---|---|
| Handy laden | 10–20 W |
| WLAN-Router | 10–15 W |
| LED-Lampe | 5–10 W |
| Laptop | 40–70 W |
| Kühlschrank (Durchschnitt, er läuft nicht ständig) | 40–80 W |
| Umwälzpumpe und Steuerung der Heizung | 50–150 W |
| CPAP-Gerät | 30–60 W |
| Wasserkocher, Föhn, Heizlüfter | 1.000–2.000 W |
Geräte, die Wärme erzeugen, sind die großen Verbraucher. Für sie ist eine Powerstation kaum geeignet.
Welche Größe du brauchst
- 300–500 Wh: Licht, Handys, Router und Radio für ein bis zwei Tage. Leicht genug zum Tragen.
- 1.000–1.500 Wh: zusätzlich Kühlschrank für einen Tag, Laptop oder ein medizinisches Gerät über Nacht.
- 2.000 Wh und mehr: für Haushalte, die auch die Heizungspumpe oder mehrere Geräte über Tage betreiben wollen. Schwer und teuer, oft erweiterbar.
LiFePO4 oder NMC?
| LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat) | NMC (Lithium-Ionen) | |
|---|---|---|
| Ladezyklen | meist 3.000 und mehr | meist 500 bis 1.000 |
| Gewicht | schwerer | leichter |
| Sicherheit | thermisch stabiler | empfindlicher bei Hitze und Beschädigung |
Für die Notfallvorsorge ist LiFePO4 die bessere Wahl: Die Station steht jahrelang bereit und wird selten getauscht.
Worauf du noch achten solltest
- Reine Sinuswelle am Wechselrichter, damit auch empfindliche Geräte laufen.
- Ladewege: Steckdose, Auto (12 V) und Solar. Eine schnelle Netzladung ist praktisch, wenn ein Ausfall angekündigt ist.
- USV-Funktion (Pass-Through): Manche Stationen schalten bei Stromausfall automatisch um, nützlich für Router oder ein medizinisches Gerät.
- Garantie und Service in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
So nutzt du sie im Ernstfall
- Vorher: voll laden, wenn eine Unwetterwarnung kommt.
- Nur anschließen, was du wirklich brauchst. Kühlschrank geschlossen halten und nur stundenweise versorgen.
- Akkus von Handys und Powerbanks nachladen, solange die Station voll ist.
- Nicht in der prallen Sonne oder neben einem Heizgerät betreiben.
- Nie die Station in eine Hausinstallation einspeisen ohne fachgerechte Umschaltung durch eine Elektrofachkraft.
Powerstation oder Stromerzeuger?
Ein benzinbetriebener Stromerzeuger liefert mehr Leistung und läuft länger, solange Treibstoff da ist. Er darf aber nur im Freien betrieben werden, weil seine Abgase tödliches Kohlenmonoxid enthalten, ist laut und braucht Wartung. Für Wohnungen ist eine Powerstation fast immer die bessere Lösung.
Mehr zum Umgang mit einem Ausfall steht im Ratgeber Stromausfall: was tun?, und wie du ohne Strom Licht und Informationen hast, unter Licht und Kommunikation ohne Strom.
Empfohlene Ausrüstung
Worauf du beim Kauf achten solltest. Die Links öffnen eine Suche in einem Onlineshop; wir verdienen nichts daran.Details.
Powerstation mit 500–1.000 Wh und LiFePO4-Akku
Die vielseitige Größe für Wohnungen: Licht, Router, Handys, Laptop und für einige Stunden ein Kühlschrank.
- Kapazität 500–1.000 Wh
- Reine Sinuswelle, mindestens 800 W Dauerleistung
- LiFePO4-Akku mit 3.000+ Ladezyklen
- Laden per Steckdose, Auto und Solar
Faltbares Solarpanel 100–200 W
Lädt die Powerstation bei längeren Ausfällen nach.
- Passender Anschluss (meist XT60 oder Anderson)
- Wetterfest
- Aufstellfüße
Häufige Fragen
Kann ich damit die Heizung betreiben?
Einen Elektroheizer nicht: Er braucht 1.000 bis 2.000 Watt und leert selbst große Stationen in ein bis zwei Stunden. Die Umwälzpumpe und Steuerung einer Gas- oder Ölheizung brauchen dagegen nur rund 50 bis 150 Watt. Ob deine Heizung so betrieben werden kann, sollte eine Fachfirma prüfen; oft ist dafür ein Anschluss mit Stecker nötig.
Lohnt sich ein Solarpanel dazu?
Bei einem mehrtägigen Ausfall ja. Ein faltbares Panel mit 100 bis 200 Watt lädt an einem sonnigen Tag einige Hundert Wattstunden nach. Im Winter ist der Ertrag deutlich geringer.
Wie lagere ich die Powerstation?
Bei Zimmertemperatur, halb bis drei viertel geladen, und alle paar Monate nachladen. Vor einer angekündigten Unwetterlage voll laden.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).