Licht und Kommunikation ohne Strom: Lampen, Radio, Handy-Akku
Welche Lampen sich für einen Stromausfall eignen, warum ein Kurbel- oder Batterieradio unverzichtbar ist, wie du den Handy-Akku tagelang schonst und was du tust, wenn auch das Mobilfunknetz ausfällt.
Kurz gesagt
- Für jede Person eine Stirn- oder Taschenlampe, dazu eine Laterne für den Raum. Kerzen nur als Notlösung.
- Ein Batterie- oder Kurbelradio ist die wichtigste Informationsquelle, wenn Internet und Mobilfunk ausfallen.
- Handy-Akku schonen: Energiesparmodus, Bildschirm dunkel, nur kurz einschalten, wenn das Netz weg ist.
- Vereinbart vorher, wie ihr euch ohne Handy findet: Treffpunkte und feste Zeiten.
Bei einem Stromausfall sind die ersten Fragen immer dieselben: Wo ist die Taschenlampe? Was ist passiert? Wie lange dauert es? Mit ein paar Dingen, die nicht viel kosten, hast du auf alle drei eine Antwort.
Licht
- Stirnlampe für jede Person: Sie lässt die Hände frei und ist im Dunkeln sofort griffbereit, wenn sie am Bett oder an der Garderobe liegt.
- Eine Laterne für den Raum, in dem ihr euch aufhaltet. LED-Laternen leuchten viele Stunden mit einem Satz Batterien.
- Leuchtstäbe (Knicklichter) als Reserve, etwa für Kinder.
- Kerzen nur als Notlösung: Sie sind eine häufige Brandursache. Wenn überhaupt, dann in standfesten Haltern und nie unbeaufsichtigt.
Leg die Lampen an einen festen Ort, den alle kennen, und prüf die Batterien zweimal im Jahr.
Information: das Radio
Wenn Internet, Fernsehen und Mobilfunk ausfallen, ist das Radio oft die einzige Quelle für Durchsagen der Behörden. Das BBK rät ausdrücklich zu einem batteriebetriebenen Radio oder Kurbelradio. Ideal ist ein Gerät mit:
- UKW und DAB+
- Kurbel, Solarpanel, USB-Ladung und Batteriefach
- eingebauter Lampe und USB-Ausgang, um im Notfall das Handy zu laden
Notier dir die Frequenz deines regionalen Senders, er bringt bei einem Ereignis die örtlichen Hinweise.
Das Handy: Akku für mehrere Tage
- Energiesparmodus einschalten, Bildschirmhelligkeit runter.
- Unnötige Apps schließen, Bluetooth, WLAN und Standort aus, wenn du sie nicht brauchst.
- Wenn das Netz weg ist: Flugmodus oder das Handy ganz ausschalten und nur zu festen Zeiten kurz einschalten. Bei schwachem Netz sucht das Handy ständig und leert den Akku schnell.
- Laden: geladene Powerbanks, eine Powerstation, das Kurbelradio oder das Auto (nur bei laufendem Motor im Freien, nie in einer geschlossenen Garage).
Notfallwarnungen per Cell Broadcast erreichen dein Handy, solange es eingeschaltet ist und Netz hat. Mehr dazu unter Warnungen, Sirenen und Warn-Apps.
Wenn das Mobilfunknetz ausfällt
- Kurznachrichten statt Anrufe: SMS kommen bei überlasteten Netzen eher durch.
- Treffpunkte und feste Zeiten vereinbaren, bevor etwas passiert. Das klärt der Notfallplan für die Familie.
- Notfalltreffpunkte der Gemeinde: Viele Städte richten bei großen Ausfällen Anlaufstellen ein, an denen man Notrufe absetzen und Informationen bekommen kann. Frag bei deiner Gemeinde nach, wo der nächste ist.
- Notruf: Ist kein Netz da, geh zur nächsten Feuerwache, Polizeidienststelle oder zum Notfalltreffpunkt.
Checkliste
- Stirnlampe oder Taschenlampe für jede Person
- LED-Laterne
- Batterie- oder Kurbelradio
- Ersatzbatterien in einheitlicher Größe
- Zwei geladene Powerbanks
- Ladekabel im Notfallrucksack
- Wichtige Telefonnummern auf Papier
- Ort des nächsten Notfalltreffpunkts
Empfohlene Ausrüstung
Worauf du beim Kauf achten solltest. Die Links öffnen eine Suche in einem Onlineshop; wir verdienen nichts daran.Details.
Aufladbare Stirnlampe
Hände frei beim Kochen, Tragen und bei der Ersten Hilfe.
- 200 Lumen oder mehr
- USB-C und Batteriebetrieb möglich
- Rotlicht-Modus
LED-Campinglaterne
Beleuchtet einen ganzen Raum, sicherer als Kerzen.
- Mehrere Helligkeitsstufen
- Akku oder Batterien
- Aufhängehaken
Notfallradio mit Kurbel und Solar
Empfängt Warnungen und Durchsagen auch ohne Strom und Netz.
- UKW und DAB+
- Kurbel, Solar, USB und Batterie
- USB-Ausgang zum Laden des Handys
Häufige Fragen
Wie lange funktioniert das Handynetz bei Stromausfall?
Mobilfunkmasten haben meist nur für kurze Zeit Notstrom, oft nur wenige Stunden. Bei einem großflächigen Ausfall musst du damit rechnen, dass das Netz danach ausfällt oder stark überlastet ist.
UKW oder DAB+?
Beides ist sinnvoll. Die öffentlich-rechtlichen Sender verbreiten Warnungen über UKW und DAB+. Ein Radio, das beides empfängt und per Kurbel, Solar und Batterie läuft, ist die flexibelste Lösung.
Welche Batterien soll ich lagern?
Am besten einen Typ für alle Geräte, meist AA oder AAA. Alkaline-Batterien halten gelagert viele Jahre, Lithium-Batterien noch länger und funktionieren auch bei Kälte. Wiederaufladbare Akkus sind praktisch, brauchen aber eine Lademöglichkeit.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).