Auf eine Wirtschaftskrise vorbereitet: Haushalt, Job, Schulden, Vorräte
Was du tun kannst, um Rezession, Inflation, Kurzarbeit oder Jobverlust besser zu überstehen: Notgroschen, Schulden abbauen, Fixkosten senken, Einkommen absichern, Vorräte. Zur Information, keine Finanzberatung.
Kurz gesagt
- Die beste Vorbereitung ist ein solider Haushalt: Notgroschen, wenig Schulden, niedrige Fixkosten.
- Teure Kredite (Dispo, Kreditkarte, Ratenkredit) zuerst abbauen.
- Das eigene Einkommen absichern: Weiterbildung, zweites Standbein, Netzwerk.
- Wir sind keine Finanzberater. Für größere Entscheidungen hol dir unabhängige Beratung, etwa bei einer Verbraucherzentrale.
Krisen kommen selten allein: Ein Energiepreisschock, steigende Zinsen, Kurzarbeit, Inflation. Wer finanziell vorgesorgt hat, kommt deutlich entspannter durch schwierige Zeiten.
Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Wir geben keine Anlageempfehlungen.
1. Ein Notgroschen
Drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto sind eine verbreitete Faustregel. Wie du ihn aufbaust: Notgroschen und Budget.
2. Schulden abbauen
- Teure Schulden zuerst: Dispokredit, Kreditkarte, Ratenkredite mit hohen Zinsen.
- Keine neuen Konsumkredite für Dinge, die nicht nötig sind.
- Variable Zinsen prüfen: Wer ein Darlehen mit variablem Zins hat, sollte steigende Raten einplanen.
3. Fixkosten senken
- Energie: Verträge vergleichen, Verbrauch senken.
- Versicherungen prüfen: Was ist doppelt, was fehlt?
- Abos kündigen, die du nicht nutzt.
- Mobilität: Brauchst du ein zweites Auto?
4. Das Einkommen absichern
- Weiterbildung und gefragte Fähigkeiten.
- Netzwerk pflegen: Viele Jobs werden über Kontakte vergeben.
- Ein zweites Standbein oder eine Nebentätigkeit, wenn möglich.
- Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherung prüfen.
5. Vorräte als Puffer
Ein Lebensmittelvorrat, im Angebot gekauft und im Wechsel verbraucht, schützt ein wenig vor Preissprüngen und hilft, wenn das Geld einmal knapp ist.
6. Ersparnisse breit streuen
Viele Haushalte nutzen eine Mischung aus Tagesgeld für den Notgroschen, sicheren Anlagen für mittelfristige Ziele und, nur für Geld, das jahrelang nicht gebraucht wird, langfristigen Anlagen. Mehr dazu: Ersparnisse und Inflation und Gold und Silber.
Wenn es ernst wird
- Ausgaben sofort überprüfen und auf das Nötige reduzieren.
- Leistungen prüfen: Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld, Kinderzuschlag in Deutschland; entsprechende Leistungen in Österreich und der Schweiz.
- Früh mit Vermieter, Bank und Versorgern sprechen, bevor Zahlungen ausfallen.
- Kostenlose Beratung nutzen: Verbraucherzentralen, Schuldnerberatungen.
Fallen vermeiden
- „Sichere“ Anlagen mit hohen Renditen: typisches Zeichen für Betrug.
- Panikverkäufe nach Schlagzeilen.
- Krypto-Versprechen in sozialen Netzwerken.
Häufige Fragen
Soll ich in einer Krise mein Geld abheben?
In der Regel nicht. Einlagen in der EU sind bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt, in der Schweiz bis 100.000 Franken. Etwas Bargeld zu Hause ist sinnvoll für Stromausfälle, nicht als Ersatz für das Konto.
Was, wenn ich meine Raten nicht mehr zahlen kann?
Sprich früh mit der Bank, bevor Zahlungen ausfallen: Oft sind Stundungen oder Ratenanpassungen möglich. Kostenlose Hilfe bieten Schuldnerberatungen von Verbraucherzentralen, Caritas, Diakonie und Kommunen.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).