Lebender Vorrat: so baust du einen rotierenden Notvorrat auf
Wie der „lebende Vorrat“ funktioniert: auswählen, nach und nach aufbauen, Regal organisieren, nach dem Prinzip „first in, first out“ verbrauchen und einmal im Jahr Inventur machen.
Kurz gesagt
- Kauf, was ihr ohnehin esst, und bei jedem Einkauf ein, zwei Dinge mehr. So wächst der Vorrat nebenbei.
- Neue Ware nach hinten, alte nach vorn: Was zuerst abläuft, wird zuerst gegessen.
- Einmal im Jahr Inventur, zum Beispiel bei der Zeitumstellung.
- So läuft nichts ab, und der Vorrat kostet kaum mehr als der normale Einkauf.
Das BBK nennt ihn den lebenden Vorrat: einen Vorrat, der im Alltag mitläuft, statt jahrelang im Keller zu verstauben. Er ist günstiger, einfacher und es wird nichts weggeworfen.
Schritt 1: Auswählen
Schreib eine Woche lang auf, was ihr esst. Daraus wählst du haltbare Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen: Nudeln, Reis, Konserven, Haferflocken, H-Milch, Knäckebrot, Nüsse. Anregungen in der Liste für den Lebensmittelvorrat.
Schritt 2: Nach und nach aufbauen
- Bei jedem Einkauf ein, zwei Dinge mehr mitnehmen.
- Angebote nutzen: Wenn Nudeln oder Konserven günstig sind, ein paar Packungen mehr.
- Ziel: zuerst 3 Tage, dann 10, wie es das BBK empfiehlt. Den Bedarf rechnet der Vorratsrechner aus.
Schritt 3: Platz organisieren
- Ein Regal oder Fach nur für den Vorrat.
- Gleiche Produkte zusammen, die Etiketten nach vorn.
- Schwere Dinge unten, Getränke am Boden.
- Kühl, trocken und dunkel, nicht neben der Heizung.
Schritt 4: Rotieren
Das Prinzip heißt „first in, first out“:
- Neue Ware nach hinten stellen.
- Im Alltag von vorn nehmen.
- Was verbraucht ist, beim nächsten Einkauf nachkaufen.
Schritt 5: Inventur
Einmal im Jahr, etwa bei der Zeitumstellung:
- Ablaufdaten prüfen, Bald-Ablaufendes in den Speiseplan der nächsten Wochen.
- Verbeulte, aufgeblähte oder rostige Dosen aussortieren.
- Fehlendes ergänzen und an veränderte Bedürfnisse anpassen (Baby, neue Allergie, Haustier).
Eine Vorlage für die Vorratsliste findest du bei den Vorlagen zum Ausdrucken.
Richtig lagern
- Mehl, Zucker, Reis und Haferflocken in dicht schließenden Dosen gegen Feuchtigkeit und Lebensmittelmotten.
- Angebrochene Packungen schnell verbrauchen.
- Konserven halten oft weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus, siehe Konserven nach dem MHD.
Wenn es ernst wird
Zuerst den Kühlschrank leeren, dann die Gefriertruhe, zuletzt den Vorrat. So nutzt du alles, bevor es verdirbt.
Häufige Fragen
Wie viel Platz brauche ich?
Für zwei Personen und 10 Tage reichen meist ein bis zwei Regalfächer plus Platz für die Getränke. Unterm Bett, im Kleiderschrank oder in einer Abstellkammer ist oft mehr Platz als gedacht.
Muss ich alles aufschreiben?
Nicht unbedingt. Eine einfache Liste mit Produkt, Menge und Ablaufdatum hilft aber, vor allem bei einem größeren Vorrat. Eine Vorlage gibt es bei unseren Vorlagen zum Ausdrucken.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).