Energie

Notfallradio mit Kurbel und Solar: worauf es ankommt

Warum ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio für den Stromausfall unverzichtbar ist, welche Frequenzbänder du brauchst (UKW, DAB+), welche Stromquellen und Funktionen sinnvoll sind und was du jetzt einrichten solltest.

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Wenn Internet und Mobilfunk ausfallen, ist das Radio oft die einzige Quelle für Durchsagen der Behörden. Das BBK empfiehlt ausdrücklich ein Batterie- oder Kurbelradio.
  • Ideal: UKW und DAB+, betrieben über Kurbel, Solar, USB und Batterien.
  • Praktisch: eingebaute Lampe und USB-Ausgang zum Laden des Handys.
  • Jetzt schon den regionalen Sender suchen und speichern.

Bei einem längeren Stromausfall fallen nacheinander WLAN, Fernsehen und nach einigen Stunden oft auch das Handynetz aus. Dann ist das Radio die wichtigste Verbindung zur Außenwelt: Behörden geben über die öffentlich-rechtlichen Sender Lageinformationen und Verhaltenshinweise durch.

Welche Frequenzbänder

  • UKW (FM): Der Klassiker, empfangbar mit einfachsten Geräten.
  • DAB+ (Digitalradio): In Deutschland, Österreich und der Schweiz weit ausgebaut, in der Schweiz ist UKW teilweise schon abgeschaltet. Ein Gerät mit beidem ist die sicherste Wahl.
  • Mittelwelle und Kurzwelle: in Mitteleuropa kaum noch genutzt, für die Notfallvorsorge nicht nötig.

Stromquellen

QuelleVorteilNachteil
Batterien (AA/AAA)Zuverlässig, lange LaufzeitVorrat nötig
Eingebauter AkkuWiederaufladbarLeer nach langer Lagerung
KurbelImmer verfügbarAnstrengend, kurze Laufzeit
SolarKostenlosLangsam, wetterabhängig
USBLaden aus Powerbank oder StationBraucht eine Quelle

Am besten hat das Radio mehrere.

Sinnvolle Funktionen

  • Eingebaute Lampe oder Leselicht.
  • USB-Ausgang, um im Notfall das Handy etwas nachzuladen.
  • Senderspeicher, damit du den regionalen Sender schnell findest.
  • Kopfhöreranschluss, um Batterie zu sparen und andere nicht zu stören.
  • Robust und spritzwassergeschützt.

Was du jetzt tun solltest

  1. Radio kaufen und den regionalen öffentlich-rechtlichen Sender suchen und speichern.
  2. Die Frequenz auf einen Zettel schreiben und in den Notfallplan legen.
  3. Batterien einlegen oder den Akku laden, zweimal im Jahr testen.
  4. Allen im Haushalt zeigen, wie es funktioniert.

In der Krise

  • Zu festen Zeiten einschalten, etwa zur vollen Stunde, wenn Nachrichten laufen.
  • Durchsagen aufschreiben: Anlaufstellen, Wasserausgabe, Verhaltensregeln.
  • Nachbarn informieren, die kein Radio haben.

Weitere Wege, informiert zu bleiben: Warnungen, Sirenen und Warn-Apps.

Empfohlene Ausrüstung

Worauf du beim Kauf achten solltest. Die Links öffnen eine Suche in einem Onlineshop; wir verdienen nichts daran.Details.

  1. Notfallradio mit DAB+, Kurbel und Solar

    Empfängt Warnungen auch ohne Strom und Netz.

    • UKW und DAB+
    • Kurbel, Solar, USB, Batterien
    • USB-Ausgang
    • Eingebaute Lampe

Häufige Fragen

Reicht die Radio-App auf dem Handy?

Nein. Radio-Apps streamen über das Internet und fallen mit dem Netz aus. Manche Handys haben einen eingebauten UKW-Empfänger, das ist aber selten geworden.

Wie lange muss ich kurbeln?

Je nach Modell bringt eine Minute Kurbeln einige Minuten bis eine Viertelstunde Radio. Für längeres Hören sind Batterien oder Solar bequemer; die Kurbel ist die Reserve.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).