Notfälle

Schneesturm, Glatteis und extreme Kälte: vorbereitet durch den Winter

Wie du dich auf starken Schneefall, Glatteis und strenge Kälte vorbereitest, was du bei einer Wetterwarnung tust, wie du Unterkühlung erkennst und welche Gefahren von Dächern, Eisflächen und Heizgeräten ausgehen.

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Bei Warnungen vor starkem Schneefall oder Glätte: zu Hause bleiben, wenn möglich. Ein Vorrat erspart den Einkauf.
  • Schnee und Eis können Stromleitungen beschädigen. Plane für einen Stromausfall mit Heizungsausfall.
  • Abstand von Dächern halten: Dachlawinen und Eiszapfen können schwer verletzen.
  • Eisflächen nur betreten, wenn die Gemeinde sie freigegeben hat (das BBK nennt mindestens 15 cm Eis).

Ein verschneiter Wintertag kann schön sein, aber starke Schneefälle, Eisregen und strenge Kälte bringen echte Gefahren: Hohe Schneelasten belasten Dächer, vereiste Leitungen reißen, Straßen werden unpassierbar, und manche Orte sind tagelang abgeschnitten.

Vor dem Winter

  • Vorräte für mindestens einige Tage, besser bis zu 10: Wasser, Lebensmittel, Medikamente.
  • Für einen Stromausfall planen: Taschenlampen, Radio, Powerbanks, warme Decken. Wie du ohne Strom warm bleibst, steht unter Heizen ohne Strom.
  • Heizung und Schornstein warten lassen, CO-Melder bei Gas, Öl oder Holz.
  • Winterreifen, Frostschutz, Scheibenwischwasser fürs Auto, dazu eine Notfallausrüstung fürs Auto.
  • Streusalz oder Splitt und Schneeschaufel zu Hause.
  • Wasserleitungen in ungeheizten Räumen und Außenwasserhähne gegen Frost schützen.

Bei einer Unwetterwarnung

  • Wetterwarnungen in der Warn-App oder beim Wetterdienst verfolgen (DWD, GeoSphere Austria, MeteoSchweiz).
  • Wenn möglich zu Hause bleiben. Fahrten verschieben.
  • Handys, Powerbanks und die Powerstation laden.
  • Nach älteren Nachbarn sehen.

Draußen bei Schnee und Eis

  • Abstand von Dächern: Dachlawinen und Eiszapfen können sich lösen.
  • Feste Schuhe mit Profil, bei Glatteis eventuell Spikes zum Überziehen.
  • Eisflächen auf Seen und Teichen nur betreten, wenn die Gemeinde sie freigegeben hat. Das BBK nennt eine Eisdicke von mindestens 15 cm.
  • Kinder warnen: harte, eisige Schneebälle können ernsthaft verletzen.
  • Bei Stürzen und Unfällen: Erste Hilfe leisten und 112 rufen.

Kälte und Gesundheit

UnterkühlungErfrierung
Kältezittern, blasse kalte HautGefühllose, weiße oder grau-gelbe Haut an Fingern, Zehen, Ohren, Nase
Später: Verwirrtheit, Müdigkeit, Zittern hört aufSpäter: Blasen, harte Haut
Was tun: ins Warme, nasse Kleidung aus, in Decken hüllen, warme süße Getränke (nur bei Bewusstsein), 112Was tun: langsam mit Körperwärme aufwärmen, nicht reiben, nicht mit heißem Wasser; ärztlich behandeln lassen

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder, Obdachlose und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn du einen Menschen siehst, der bei Kälte draußen schläft und Hilfe braucht, ruf in der Not die 112.

Gefahren im Haus

  • Nie Grill, Campingkocher oder Stromerzeuger in Innenräumen, auch nicht in der Garage: Kohlenmonoxid. Mehr unter Kohlenmonoxid-Vergiftung.
  • Schneelast auf dem Dach: Bei sehr viel nassem Schnee Fachleute fragen; nicht selbst ungesichert aufs Dach steigen.
  • Kerzen nie unbeaufsichtigt.

Wenn du mit dem Auto steckenbleibst

Im Auto bleiben, Warnblinker an, Auspuff vom Schnee freihalten, den Motor nur stundenweise laufen lassen und dabei ein Fenster einen Spalt öffnen. Um Hilfe rufen (112 oder Pannendienst) und mit Decken und Bewegung warm halten.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine Unterkühlung?

Zuerst Kältezittern, blasse und kalte Haut, später Verwirrtheit, Müdigkeit und undeutliche Sprache. Wenn das Zittern aufhört, ist das ein Alarmzeichen. Die Person langsam aufwärmen, warme süße Getränke geben (nur bei klarem Bewusstsein) und 112 rufen.

Was gehört im Winter ins Auto?

Decke, warme Kleidung, Handschuhe, Eiskratzer, Handfeger, Schneeschaufel, Taschenlampe, Wasser, Snacks, ein geladenes Handy mit Ladekabel und genug Sprit im Tank. Mehr dazu im Ratgeber zur Notfallausrüstung fürs Auto.

Wer muss vor dem Haus Schnee räumen?

In Deutschland und Österreich regeln das Gemeinden und Mietverträge; oft sind Eigentümer oder Mieter für den Gehweg vor dem Haus verantwortlich. Frag bei deiner Gemeinde oder im Mietvertrag nach.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).