Gesundheit

Vorsorge für Epidemie und Pandemie: was du zu Hause haben solltest

Was ein Haushalt für eine Grippewelle, Epidemie oder Pandemie braucht: Vorräte für die Quarantäne, Medikamente, Masken, Hygiene, Pflege von Kranken zu Hause und Absprachen mit Familie und Nachbarn.

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • In einer Epidemie musst du vielleicht ein bis zwei Wochen zu Hause bleiben. Ein Vorrat für 10 Tage deckt das ab.
  • Wichtig: Fiebermittel, Thermometer, Elektrolyte, FFP2-Masken, Desinfektionsmittel.
  • Einen Raum für eine erkrankte Person einplanen, wenn möglich mit eigenem Bad.
  • Absprechen, wer einkauft, Medikamente holt und sich um Kinder oder Haustiere kümmert, wenn ihr krank seid.

Die Corona-Jahre haben gezeigt: Eine Epidemie kann bedeuten, dass ganze Familien tagelang krank zu Hause sind, Geschäfte leere Regale haben und Arztpraxen überlastet sind. Mit ein paar Vorbereitungen ist das deutlich leichter zu bewältigen.

Vorräte für zu Hause

  • Wasser und Lebensmittel für 10 Tage
  • Leichte Kost für Kranke: Zwieback, Suppen, Tee, Haferflocken, Bananen
  • Getränke, auch Saft und Tee
  • Tierfutter

Gesundheit

  • Eigene Dauermedikamente für mindestens zwei Wochen, siehe Medikamentenvorrat
  • Fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel, auch in Kinderdosierung
  • Fieberthermometer, eventuell Pulsoximeter
  • Elektrolytlösungen
  • Mittel gegen Husten, Halsschmerzen, Schnupfen
  • Schnelltests, wenn verfügbar und empfohlen

Schutz und Hygiene

  • FFP2-Masken
  • Seife, Händedesinfektion, Flächendesinfektion
  • Einweghandschuhe
  • Taschentücher, Müllbeutel
  • Separate Handtücher für Erkrankte

Kranke zu Hause pflegen

  • Ein Zimmer für die erkrankte Person, wenn möglich mit eigenem Bad.
  • Eine Person übernimmt die Pflege, möglichst nicht gefährdet.
  • Regelmäßig lüften.
  • Masken für Kranke und Pflegende, wenn sie sich nahe kommen.
  • Trinken und Fieber im Blick behalten; bei Atemnot, Verwirrtheit oder starkem Verschlechtern ärztliche Hilfe: 116117 (DE), 1450 (AT), im Notfall 112. Mehr unter Telemedizin und Bereitschaftsdienst.

Absprachen

  • Wer kauft ein und holt Medikamente, wenn ihr in Quarantäne seid? Nachbarn, Freunde, Lieferdienste.
  • Wer kümmert sich um Kinder, Haustiere, pflegebedürftige Angehörige, wenn die Eltern krank sind?
  • Arbeitgeber: Homeoffice-Möglichkeiten klären.
  • Kontakt halten mit älteren Angehörigen per Telefon.

Informationsquellen

Verlässliche Informationen geben die Gesundheitsbehörden (in Deutschland das Robert Koch-Institut und die Gesundheitsämter, in Österreich das Gesundheitsministerium und AGES, in der Schweiz das BAG). Nachrichten dosieren, siehe Stress und Angst in der Krise.

Häufige Fragen

Wie viele Masken brauche ich?

FFP2-Masken sind für den Einmalgebrauch gedacht. Für einen Haushalt mit zwei Personen sind 20 bis 50 Masken ein vernünftiger Vorrat für Arztbesuche, Einkäufe und die Pflege von Kranken.

Soll ich Antibiotika vorrätig haben?

Nein. Antibiotika wirken nicht gegen Viren und dürfen nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden. Wichtig sind deine eigenen Dauermedikamente und Mittel gegen Fieber und Schmerzen.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).