Lebensmittel

Konserven oder gefriergetrocknete Notnahrung: was ist besser für den Vorrat?

Konserven und gefriergetrocknete Notnahrung im Vergleich: Haltbarkeit, Preis pro 1.000 Kilokalorien, Gewicht, Platz, Wasserbedarf und wann welche Lösung sinnvoll ist.

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Konserven sind günstig, sofort essbar und brauchen kein Wasser, halten aber meist kürzer.
  • Gefriergetrocknete Notnahrung hält oft 10 bis 25 Jahre und ist leicht, kostet aber ein Vielfaches.
  • Vergleiche immer den Preis pro 1.000 Kilokalorien, nicht pro Packung.
  • Für die meisten Haushalte am besten: Konserven und Trockenwaren im lebenden Vorrat, dazu ein paar Fertigmahlzeiten.

Welche Lebensmittel gehören in den Notvorrat: die Ravioli-Dose aus dem Supermarkt oder die Notfallbox mit 25 Jahren Haltbarkeit? Die ehrliche Antwort: meist beides, aber in sehr unterschiedlichen Mengen.

Auf einen Blick

KonservenGefriergetrocknete Notnahrung
Haltbarkeitmeist 2–5 Jahre MHD, oft längeroft 10–25 Jahre
Preisgünstigteuer
Zubereitungsofort essbar, auch kaltWasser nötig, oft heiß
Gewichtschwersehr leicht
Platzbedarfmittelgering
Geschmackgewohntgewöhnungsbedürftig
Rotationnötigkaum nötig

So rechnest du den Preis pro 1.000 kcal

  1. Kalorien pro Packung auf dem Etikett ablesen (kcal pro 100 g × Gewicht).
  2. Preis durch Kalorien teilen, mal 1.000.

Beispiel: Eine Dose Linseneintopf mit 800 g und rund 600 kcal für 2 € kostet etwa 3,30 € pro 1.000 kcal. Nudeln liegen meist deutlich darunter, gefriergetrocknete Mahlzeiten oft beim Mehrfachen.

Wann was sinnvoll ist

Konserven und Trockenwaren, wenn du:

  • den Vorrat im Alltag mitverbrauchen willst,
  • wenig ausgeben möchtest,
  • ohne Kochmöglichkeit essen können willst.

Gefriergetrocknete Notnahrung, wenn du:

  • leichtes Essen fürs Notgepäck brauchst,
  • sehr wenig Platz hast,
  • einen Vorrat willst, um den du dich jahrelang nicht kümmern musst.

Ein ausgewogener Vorrat

  • Basis: Nudeln, Reis, Haferflocken, Konserven, Knäckebrot, Nüsse im lebenden Vorrat.
  • Ergänzung: einige gefriergetrocknete Mahlzeiten für Notgepäck und Abwechslung.
  • Und: eine Kochmöglichkeit ohne Strom, siehe Kochen ohne Strom.

Wasser nicht vergessen

Gefriergetrocknete Nahrung braucht pro Mahlzeit etwa 300 bis 500 ml Wasser zusätzlich. Wer viel davon lagert, braucht einen größeren Wasservorrat.

Häufige Fragen

Was ist, wenn ich mich nicht um Rotation kümmern will?

Dann kann ein Vorrat aus gefriergetrockneter Notnahrung sinnvoll sein, den du einmal kaufst und viele Jahre liegen lässt. Rechne aber den höheren Preis und den zusätzlichen Wasserbedarf ein.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).