Notgepäck

Haustiere im Notfall: Vorrat, Notgepäck und Evakuierung mit Hund und Katze

Wie du Hund, Katze und andere Haustiere in die Notfallvorsorge einplanst: Futter- und Wasservorrat, Notgepäck fürs Tier, Transportbox, Unterbringung bei Evakuierung und was zu tun ist, wenn du nicht nach Hause kommst.

Aktualisiert am , 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Futter und Wasser für mindestens 10 Tage, wie für die Menschen im Haushalt.
  • Ein kleines Notgepäck fürs Tier: Futter für 3 Tage, Napf, Leine, Medikamente, Impfpass, Foto.
  • Transportbox griffbereit und das Tier daran gewöhnen.
  • Mit Nachbarn absprechen, wer sich um das Tier kümmert, wenn du nicht nach Hause kommst.

Haustiere sind Familienmitglieder, und das BBK erinnert daran, dass auch sie im Vorrat eingeplant werden müssen. Wer sein Tier bei einer Evakuierung zurücklässt, bringt es in Gefahr und oft auch sich selbst, weil Menschen später zurückgehen, um es zu holen.

Vorrat zu Hause

  • Futter für mindestens 10 Tage, im lebenden Vorrat rotiert
  • Wasser: ein mittelgroßer Hund braucht etwa einen halben bis einen Liter am Tag, eine Katze deutlich weniger
  • Medikamente des Tieres für zwei Wochen
  • Katzenstreu, Kotbeutel
  • Bei Kleintieren, Vögeln, Fischen: Futter, Einstreu, eine Lösung für Heizung oder Belüftung bei Stromausfall (Aquarien!)

Notgepäck fürs Tier

  • Futter und Wasser für 3 Tage, Napf (faltbar)
  • Leine, Halsband oder Geschirr, Maulkorb falls nötig
  • Transportbox für Katzen und kleine Hunde
  • Medikamente und Anleitung
  • Impfpass oder EU-Heimtierausweis, Kopie in der Dokumentenmappe
  • Aktuelles Foto des Tieres
  • Decke oder ein vertrautes Spielzeug
  • Kotbeutel, etwas Streu

Bei einer Evakuierung

  1. Tier zuerst sichern: Katzen verstecken sich bei Unruhe. Sobald eine Warnung kommt, Box bereitstellen.
  2. Mitnehmen, wenn irgend möglich.
  3. Unterkunft: Freunde, Familie, Tierpension, tierfreundliches Hotel außerhalb der Gefahrenzone.
  4. Wenn du das Tier zurücklassen musst (nur im äußersten Fall): drinnen in einem sicheren Raum, viel Wasser, Futter, und die Einsatzkräfte informieren.

Mehr zur Evakuierung: Evakuierung in 15 Minuten.

Wenn du nicht nach Hause kommst

  • Absprache mit Nachbarn: Wer hat einen Schlüssel und kümmert sich um das Tier?
  • Ein Hinweis an der Tür oder im Fenster („Im Haus: 1 Katze“) hilft Einsatzkräften.
  • Notiere Tierarzt und Besonderheiten im Notfallplan für die Familie.

Hitze, Kälte, Stromausfall

  • Hitze: Tiere nie im Auto lassen, Schatten und Wasser bereitstellen.
  • Kälte: Kleintiere und Vögel nicht in ungeheizten Räumen lassen.
  • Feuerwerk, Sirenen, Gewitter: Tiere drinnen behalten, Rückzugsort anbieten.

Häufige Fragen

Nehmen Notunterkünfte Tiere auf?

Nicht immer. Bei großen Evakuierungen richten Städte oft eigene Bereiche ein, aber darauf solltest du dich nicht verlassen. Plane Unterkünfte bei Freunden, Familie oder tierfreundlichen Hotels außerhalb der Gefahrenzone.

Wie finde ich mein Tier wieder, wenn es wegläuft?

Lass Hund und Katze chippen und registrieren (in Deutschland etwa bei TASSO oder FINDEFIX). Ein aktuelles Foto auf dem Handy hilft bei der Suche.

Quellen und weiterführende Links

Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).