Notvorrat für zu Hause: die komplette Checkliste für bis zu 10 Tage
Alles, was ein Haushalt braucht, um bis zu 10 Tage ohne Einkaufen, Strom oder Leitungswasser auszukommen: Wasser, Essen, Licht, Wärme, Hygiene, Medikamente und Dokumente, als Checkliste nach den Empfehlungen des BBK.
Kurz gesagt
- Der Notvorrat bleibt zu Hause und versorgt dich, wenn du nicht hinaus kannst: Stromausfall, Hochwasser, Schnee, Krankheit.
- Ziel nach BBK: bis zu 10 Tage. Fang mit 3 Tagen an und bau den Vorrat nach und nach aus.
- Die Bereiche: Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Hygiene, Licht und Strom, Wärme, Information, Bargeld und Dokumente.
- Den Bedarf für deinen Haushalt rechnet der Vorratsrechner aus.
Bei den meisten Notlagen musst du nicht fliehen, sondern zu Hause bleiben: bei einem tagelangen Stromausfall, einem Hochwasser, das die Straßen sperrt, bei starkem Schneefall oder wenn die ganze Familie krank im Bett liegt. Dann zählt, was im Schrank steht.
Wasser
- 2 Liter pro Person und Tag zum Trinken und Kochen, für 10 Tage also 20 Liter pro Person
- Zusätzlich Wasser für die Hygiene, etwa Kanister mit Leitungswasser
- Wasserfilter oder Entkeimungstabletten
Mehr dazu: Wasservorrat.
Lebensmittel
- Haltbare Lebensmittel, die ohne Kühlung auskommen und wenig oder gar nicht gekocht werden müssen
- Babynahrung und Spezialkost, falls nötig
- Tierfutter
- Dosenöffner von Hand
Mehr dazu: Liste für den Lebensmittelvorrat.
Kochen ohne Strom
- Campingkocher mit Gaskartuschen (nur im Freien oder auf dem Balkon benutzen)
- Feuerzeug und Streichhölzer
- Topf, der auf den Kocher passt
Gesundheit und Hygiene
- Dauermedikamente für mindestens zwei Wochen, siehe Medikamentenvorrat
- Hausapotheke
- Seife, Desinfektionsmittel, Feuchttücher
- Toilettenpapier, Müllbeutel, Haushaltshandschuhe
- Monatshygiene, Windeln
- FFP2-Masken
Licht und Strom
- Taschenlampe oder Stirnlampe für jede Person, Ersatzbatterien
- LED-Laterne
- Geladene Powerbanks
- Eventuell eine Powerstation
Wärme
- Warme Decken und Schlafsäcke
- Warme Kleidung, Mützen, Handschuhe
- Brennholz oder Briketts, wenn du einen Ofen hast
- Kohlenmonoxid-Melder bei Gas, Öl oder Holz
Mehr dazu: Heizen ohne Strom.
Information
- Batterie- oder Kurbelradio
- Warn-App und Notfallwarnungen im Handy aktiviert
- Wichtige Telefonnummern auf Papier
Geld und Dokumente
- Bargeld in kleinen Scheinen
- Dokumentenmappe
Sonstiges
- Feuerlöscher und Löschdecke
- Werkzeug: Taschenmesser, Gewebeband, Schraubenzieher
- Eimer und Kanister
- Spiele und Bücher, damit Kinder (und Erwachsene) nicht verzweifeln
Für den Fall, dass ihr doch gehen müsst, gehört ein gepackter Notfallrucksack an die Tür. Die Liste gibt es auch zum Ausdrucken.
Häufige Fragen
Wo lagere ich das alles?
Verteilt: Getränke und Konserven im Keller oder in einer Abstellkammer, Taschenlampen, Radio und Hausapotheke in der Wohnung, wo du sie im Dunkeln findest. Nicht alles in den Keller, der bei Hochwasser als Erstes unerreichbar ist.
Wie halte ich den Vorrat aktuell?
Mit dem „lebenden Vorrat“: Verbrauche im Alltag, was zuerst abläuft, und kauf nach. Einmal im Jahr, etwa bei der Zeitumstellung, alles durchsehen.
Was ist der Unterschied zum Notgepäck?
Das Notgepäck ist ein Rucksack für den Fall, dass du das Haus schnell verlassen musst. Der Notvorrat ist für den häufigeren Fall, dass du zu Hause bleiben musst.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).