Häufige Fehler bei der Notfallvorsorge und wie du sie vermeidest
Die häufigsten Fehler bei der Notfallvorsorge: zu wenig Wasser, Vorräte, die niemand isst, keine Rotation, leere Batterien, kein Plan, alles im Keller. Und wie du es besser machst.
Kurz gesagt
- Der häufigste Fehler: zu wenig Wasser. 2 Liter pro Person und Tag sind das Minimum.
- Vorräte kaufen, die niemand isst, und sie nie rotieren: Dann läuft alles ab.
- Ausrüstung, die nie getestet wurde: leere Batterien, unbekannte Bedienung.
- Kein Plan: Niemand weiß, wo der Treffpunkt ist und wer die Kinder holt.
Wer anfängt, sich vorzubereiten, macht oft die gleichen Fehler. Hier sind die häufigsten und wie du sie vermeidest.
1. Zu wenig Wasser
Viele denken an Essen und vergessen das Wichtigste. 2 Liter pro Person und Tag zum Trinken und Kochen, möglichst für 10 Tage. Siehe Wasservorrat.
2. Vorräte, die niemand isst
Zehn Dosen Erbsensuppe nützen nichts, wenn die Kinder sie nicht anrühren. Kauf, was ihr ohnehin esst.
3. Keine Rotation
Ein Vorrat, der fünf Jahre im Keller steht, ist irgendwann abgelaufen. Verbrauche im Alltag und kauf nach: Den Vorrat rotieren.
4. Nur Essen, das gekocht werden muss
Nudeln und Reis sind gut, aber ohne Strom brauchst du eine Kochmöglichkeit. Plane Lebensmittel ein, die man kalt essen kann.
5. Ungetestete Ausrüstung
- Taschenlampe mit leeren Batterien
- Powerbank, die seit einem Jahr nicht geladen wurde
- Campingkocher, den niemand bedienen kann
Zweimal im Jahr testen, zum Beispiel bei der Zeitumstellung.
6. Alles im Keller
Bei Hochwasser ist der Keller als Erstes unerreichbar. Verteilt lagern, Lampen und Radio in der Wohnung.
7. Kein Plan
Wo trefft ihr euch? Wer holt die Kinder? Wer ist die Kontaktperson? Ohne Absprachen herrscht im Notfall Chaos. Siehe Notfallplan für die Familie.
8. Medikamente vergessen
Dauermedikamente für mindestens zwei Wochen, siehe Medikamentenvorrat.
9. Kein Bargeld
Bei Stromausfall gehen Karten nicht. Ein paar Hundert Euro oder Franken in kleinen Scheinen, siehe Bargeld im Notfall.
10. Gefährliche Improvisation
Grill oder Campingkocher in der Wohnung, Generator in der Garage, Kerzen ohne Aufsicht: Im Notfall entstehen viele Unfälle durch Improvisation. Siehe Kohlenmonoxid-Vergiftung.
11. Alles auf einmal wollen
Ein riesiger Einkauf an einem Wochenende ist teuer und frustrierend. Besser: Vorsorge in 52 Wochen, jede Woche ein kleiner Schritt.
12. Allein bleiben
Nachbarn, die sich kennen, kommen besser durch Krisen. Sprich mit ihnen, tauscht Telefonnummern, seht nach Älteren.
Häufige Fragen
Was ist der wichtigste erste Schritt?
Wasser für 3 Tage, eine Taschenlampe mit Batterien und ein Batterieradio. Damit bist du schon besser vorbereitet als viele Haushalte.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).