Was ist ein Prepper? Zwischen Klischee und vernünftiger Vorsorge
Woher der Begriff Prepper kommt, welche Klischees es gibt, was vernünftige Notfallvorsorge davon unterscheidet und warum Behörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz allen Haushalten dazu raten.
Kurz gesagt
- „Prepper“ kommt vom englischen „to be prepared“: vorbereitet sein.
- Das Klischee ist der Bunker mit Waffen. Die Realität bei den meisten: Wasser, Vorräte, Taschenlampen und ein Plan.
- Notfallvorsorge ist offizielle Empfehlung: BBK, österreichischer Zivilschutz, Alertswiss und die EU raten allen Haushalten dazu.
- Vernünftige Vorsorge ist bescheiden, gemeinschaftlich und orientiert sich an wahrscheinlichen Risiken.
Das Wort „Prepper“ ruft bei vielen Bilder hervor: Bunker im Garten, Militärrucksäcke, Konserven für Jahre, Misstrauen gegenüber Staat und Nachbarn. Fernsehserien haben dieses Bild verstärkt. Mit dem, was die meisten Menschen unter Vorsorge verstehen, hat es wenig zu tun.
Woher der Begriff kommt
„Prepper“ leitet sich vom englischen „to be prepared“ ab. Die Bewegung kommt aus den USA. Im deutschsprachigen Raum hatte Vorsorge früher andere Namen: Vorratshaltung, Speisekammer, „Notgroschen“.
Klischee und Realität
| Klischee | Vernünftige Vorsorge |
|---|---|
| Bunker, Waffen, Weltuntergang | Wasser, Lebensmittel, Taschenlampe, Radio |
| Alleinkämpfer, Misstrauen | Familie, Nachbarn, Gemeinschaft |
| Jahresvorräte | 10 Tage, wie das BBK empfiehlt |
| Teure Spezialausrüstung | Was man ohnehin nutzt, nach und nach gekauft |
| Angst | Gelassenheit, weil man vorbereitet ist |
Warum Behörden zur Vorsorge raten
- Deutschland: Das BBK empfiehlt allen Haushalten einen Vorrat für bis zu 10 Tage und gibt einen Ratgeber mit Checkliste heraus.
- Österreich: Der Zivilschutz rät zu einem Vorrat für mindestens 14 Tage.
- Schweiz: Bund und Kantone empfehlen einen Notvorrat; Alertswiss informiert über Vorsorge und Verhalten.
- EU: Die Europäische Kommission rät, dass jeder Haushalt mindestens 72 Stunden selbst zurechtkommt.
Der Grund ist einfach: Bei großen Lagen (Stromausfall, Hochwasser, Pandemie) können Rettungskräfte nicht sofort überall sein.
Was vernünftige Vorsorge ausmacht
- An wahrscheinlichen Risiken orientiert: Stromausfall, Unwetter, Hochwasser, Krankheit.
- Bescheiden: zuerst 3 Tage, dann 10.
- Alltagstauglich: ein lebender Vorrat, der nicht verdirbt.
- Gemeinschaftlich: Nachbarn kennen, anderen helfen.
- Ohne Panik: in Ruhe vorbereiten, nicht in der Krise hamstern.
Der Einstieg: Notfallvorsorge in 7 Schritten. Und was häufig schiefgeht: Häufige Fehler bei der Vorsorge.
Häufige Fragen
Bin ich ein Prepper, wenn ich einen Vorrat habe?
Wenn du so willst, ja, genau wie Generationen vor dir, die ganz selbstverständlich Vorräte im Keller hatten. Das Etikett ist unwichtig. Wichtig ist, dass deine Familie ein paar Tage zurechtkommt.
Ist es egoistisch, Vorräte anzulegen?
Im Gegenteil: Wer vorbereitet ist, braucht in einer Krise keine Hilfe und kann anderen helfen. Problematisch sind nur Hamsterkäufe in der Krise selbst. Deshalb: in Ruhe und nach und nach vorsorgen.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).