Schutz suchen bei Luftalarm, Explosion und Drohnen: was du tun kannst
Wo du bei einem Luftalarm oder einer Explosionsgefahr Schutz findest (Keller, Tiefgarage, U-Bahn, innenliegende Räume), was du tust, wenn kein Schutzraum erreichbar ist, und was über Schutzräume in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt ist. Nach den Empfehlungen des BBK.
Kurz gesagt
- Bei Explosionsgefahr schützen Keller, Tiefgaragen und U-Bahn-Stationen am besten: dicke Mauern und Erde.
- Wenn kein unterirdischer Raum in der Nähe ist: ein innenliegender Raum ohne Fenster, zwei Wände zwischen dir und draußen.
- Fenster und Glasflächen meiden. Erst nach der Entwarnung hinausgehen.
- Abgestürzte Drohnen oder Trümmerteile nie anfassen: Abstand halten und 112 bzw. 110 rufen.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fragen sich viele Menschen, wo sie bei einem Luftangriff Schutz finden würden. Die Wahrscheinlichkeit ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz gering. Trotzdem lohnt es sich zu wissen, was die Behörden empfehlen.
Wo du Schutz findest
Das BBK sagt: Bei Explosionen bieten Keller, Tiefgaragen und U-Bahn-Stationen Schutz. Dicke Mauern und Erde schützen vor Druckwellen und herumfliegenden Trümmern.
| Ort | Schutz | Hinweis |
|---|---|---|
| Keller, Tiefgarage, U-Bahn | Hoch | Bei Hochwassergefahr nicht in den Keller |
| Innenliegender Raum ohne Fenster (Flur, Bad) | Mittel | Zwei Wände zwischen dir und draußen |
| Treppenhaus in der Gebäudemitte | Mittel | Weg von Glas |
| Raum mit großen Fenstern | Gering | Fenster und Glasflächen meiden |
Was du bei einer Warnung tust
- Sofort Schutz suchen: den nächstgelegenen geeigneten Ort, nicht weit laufen.
- Weg von Fenstern und Glas.
- Radio oder Warn-App einschalten, Durchsagen folgen. Mehr zu den Signalen: Warnungen, Sirenen und Warn-Apps.
- Dort bleiben, bis Entwarnung gegeben wird.
- Nach einer Explosion: auf Anweisungen warten, nicht neugierig hinausgehen.
Wenn du draußen bist
- In das nächste stabile Gebäude oder eine U-Bahn-Station.
- Wenn das nicht geht: flach hinlegen, in eine Mulde oder hinter eine Mauer, Kopf mit den Armen schützen.
Drohnen und Trümmer
- Nicht anfassen, nicht nah herangehen: Sie können Sprengstoff enthalten.
- Abstand halten und andere warnen.
- Polizei oder 112 informieren.
Schutzräume in den drei Ländern
- Deutschland: Nach dem Kalten Krieg wurden die meisten öffentlichen Schutzräume aufgegeben. Bund und Länder arbeiten an einem neuen Schutzkonzept. Bis dahin gelten die Empfehlungen oben.
- Österreich: Es gibt vor allem private Schutzräume in Wohnhäusern; viele werden als Keller genutzt.
- Schweiz: Durch die Schutzraumpflicht gibt es für fast jede Person einen Schutzplatz. Welcher dir zugewiesen ist, erfährst du bei deiner Gemeinde.
Vorbereiten
- Den nächsten geeigneten Ort zu Hause, bei der Arbeit und in der Schule kennen
- Einen sicheren Raum mit Wasser, Lampe, Radio und Erste Hilfe
- Notvorrat und Notgepäck
- Warn-App installiert, Notfallwarnungen aktiviert
- Mit Kindern ruhig darüber sprechen, siehe Kinder im Notfall
Häufige Fragen
Gibt es in Deutschland öffentliche Schutzräume?
Die meisten öffentlichen Schutzräume aus dem Kalten Krieg wurden aufgegeben. Bund und Länder arbeiten an neuen Konzepten. Bis dahin empfiehlt das BBK, im Ernstfall Keller, Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen oder innenliegende Räume zu nutzen. In Österreich gibt es vor allem private Schutzräume; in der Schweiz hat fast jede Person einen zugewiesenen Schutzplatz.
Was ist mit Drohnen?
Wenn du eine verdächtige Drohne oder Trümmer siehst: Abstand halten, nicht fotografieren aus der Nähe, nichts anfassen, die Polizei (110 in Deutschland, 133 in Österreich, 117 in der Schweiz) oder 112 informieren.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).