Sicherheit für dich und deine Familie in der Krise: Plan, Kommunikation, Information und Geld
Wie du deine Familie in einer Krise schützt: Treffpunkte und Kommunikationsplan, wie du Informationen prüfst und Panik vermeidest, wie du Daten, Geld und Wohnung schützt, mit Checkliste.
Gehört zu:GrundbedürfnisseWas ist eine KriseBug In
Kurz gesagt
- Sicherheit in der Krise heißt, Gefahren vorzubeugen und unter Druck gute Entscheidungen zu treffen, nicht ständig in Alarm zu leben.
- Legt zwei Treffpunkte fest und schreibt die wichtigen Nummern auf Papier.
- Prüf Warnungen nur über offizielle Quellen und gib keine Gerüchte weiter.
- Leben geht vor Besitz: Konfrontationen vermeiden und der Gefahr aus dem Weg gehen.
Sicherheit ist eines der Grundbedürfnisse in der Krise, gleich nach Wasser, Essen und Wärme. Es geht nicht um Waffen oder Bunker, sondern um ein paar Gewohnheiten, die Risiken senken: ein Plan, eine vorbereitete Wohnung, geprüfte Informationen und Geld zur Hand.
1. Persönliche Sicherheit
- Schau dich um: wo sind Ausgänge, Treppen, sichere Stellen.
- Meide gefährliche Orte: beschädigte Gebäude, Hochwasser, Brände, aufgeheizte Menschenmengen.
- Geladenes Handy und Taschenlampe immer dabei.
- Sag jemandem Bescheid, wohin und auf welchem Weg du gehst, wenn du in ein Risikogebiet musst.
- Konfrontation vermeiden: wird eine Lage angespannt, geh weg.
2. Die Wohnung
- Gute Schlösser, gesicherte Fenster, Außenlicht, siehe Einbruchschutz.
- Rauch- und CO-Melder, siehe Rauchmelder und CO-Melder.
- Hohe Möbel an der Wand gesichert, siehe Möbel sichern.
- Fluchtwege frei.
- Keine öffentlichen Hinweise, wann du verreist oder wo Wertsachen liegen.
3. Familie und Kommunikation
In einer Krise sind die Familienmitglieder oft an verschiedenen Orten: Arbeit, Schule, unterwegs.
- Zwei Treffpunkte: einer nahe der Wohnung, einer außerhalb des Viertels, falls der erste nicht erreichbar ist.
- Eine Kontaktperson in einer anderen Stadt, bei der sich alle melden.
- Wichtige Nummern auf Papier, im Portemonnaie und im Rucksack.
- SMS statt Anruf, wenn das Netz überlastet ist.
- Ausweichrouten nach Hause und zu den Treffpunkten.
Alles aufgeschrieben: Notfallplan der Familie.
4. Informationen
Gerüchte und Falschmeldungen lösen Panik und gefährliche Entscheidungen aus.
- Prüf Warnungen nur über offizielle Quellen: NINA, KATWARN, Cell Broadcast, Behörden, Deutscher Wetterdienst (in Österreich und der Schweiz die jeweiligen Warn-Apps).
- Gib nichts Ungeprüftes weiter.
- Halt ein Batterieradio bereit, wenn das Internet ausfällt, siehe Notfallradio.
- Begrenze die Zeit mit beunruhigenden Nachrichten: das erschöpft und schürt Angst.
5. Daten und Konten
- Unterschiedliche Passwörter und Zwei-Faktor-Anmeldung für E-Mail und Bank.
- Verschlüsselte digitale Kopien der Dokumente und Papierkopien, siehe wichtige Dokumente.
- Poste nicht live, wo deine Kinder oder Familie gerade sind.
6. Geld
- Bargeld in kleinen Scheinen, falls Karten nicht gehen, siehe Bargeld in der Krise.
- Keine Hamsterkäufe wegen Gerüchten.
- Keine Bankdaten an Leute, die angeblich Hilfe oder Entschädigung anbieten.
Checkliste
- Wir kennen zwei Wege aus der Wohnung und aus dem Viertel
- Wir haben zwei Treffpunkte und eine Kontaktperson
- Wichtige Nummern stehen auf Papier
- Taschenlampen, Batterien und geladene Powerbank
- Rauchmelder getestet
- Dokumente kopiert, Bargeld zurückgelegt
- Wasser, Medikamente und Erste-Hilfe-Set
- Wir wissen, wo wir offizielle Warnungen prüfen
Die Grundregel: Leben geht vor Besitz, und folge den Anweisungen der Behörden.
Häufige Fragen
Funktioniert das Handy in der Krise?
Netze sind schnell überlastet. SMS kommen oft durch, wenn Anrufe scheitern. Halt eine Powerbank geladen und bestimmt eine Kontaktperson in einer anderen Stadt, bei der sich alle melden.
Wie erkenne ich Betrug in einer Krise?
Vorsicht bei Nachrichten oder Anrufen, die Bankdaten, Codes oder Geld für „Soforthilfe“, Entschädigung oder Spenden verlangen. Behörden fragen nie nach Passwörtern oder TANs. Prüf direkt auf der offiziellen Website oder unter einer Nummer, die du schon kennst.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).