Die Bedürfnispyramide nach Maslow als Vorsorgeplan
Was die Bedürfnispyramide nach Maslow mit Notfallvorsorge zu tun hat: von Luft, Wasser und Wärme über Sicherheit und Gemeinschaft bis zu Fähigkeiten und Gelassenheit. Eine einfache Reihenfolge für die Vorbereitung.
Kurz gesagt
- Die Pyramide ordnet Bedürfnisse: Was unten fehlt, macht alles darüber unwichtig.
- Für die Vorsorge heißt das: zuerst Wasser, Wärme, Nahrung, dann Sicherheit, dann Gemeinschaft und Fähigkeiten.
- Die Dreierregel ergänzt das: 3 Minuten ohne Luft, 3 Stunden ohne Schutz bei extremem Wetter, 3 Tage ohne Wasser, 3 Wochen ohne Essen.
- Die oberen Stufen (Ruhe, Hilfsbereitschaft) entscheiden oft, wie gut eine Gemeinschaft durch eine Krise kommt.
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Körperliche Grundbedürfnisse
Luft, Wasser, Nahrung, Wärme
Die Basis von allem. In einer Krise heißt das: saubere Luft, mindestens 4 Liter Wasser pro Person und Tag, haltbare Lebensmittel, Wärme und Schlaf. Sichere diese zuerst: Alles andere zählt nicht, wenn sie fehlen.
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Sicherheit
Unterkunft, Gesundheit, Schutz, Geld
Ein sicherer Ort, Medikamente und Erste Hilfe, ein geschütztes Zuhause und genug Geld, um durchzukommen. Hierher gehören das Notgepäck, die Hausapotheke und der Notgroschen.
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Zugehörigkeit
Familie, Nachbarn, Gemeinschaft
Krisen übersteht man gemeinsam. Ein Familienplan, eine Kontaktperson in einer anderen Stadt, Nachbarn, die sich kennen, und eine Möglichkeit zur Verständigung, wenn die Telefone ausfallen.
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Selbstwert
Fähigkeiten und Selbstständigkeit
Zu wissen, was zu tun ist, gibt Sicherheit. Erste Hilfe, einfache Reparaturen, ein bisschen Selbstversorgung, Kochen ohne Strom: Jede Fähigkeit macht dich unabhängiger und nützlicher für andere.
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Selbstverwirklichung
Ruhe, Widerstandskraft, anderen helfen
Die Spitze der Pyramide: ruhig bleiben, sich anpassen und genug haben, um anderen zu helfen. Ein vorbereiteter Haushalt belastet die Rettungskräfte nicht und kann selbst mit anpacken.
- 3 Minuten ohne Luft
- 3 Stunden ohne Schutz bei extremem Wetter
- 3 Tage ohne Wasser
- 3 Wochen ohne Essen
Der Psychologe Abraham Maslow ordnete menschliche Bedürfnisse in einer Pyramide: unten die körperlichen Grundbedürfnisse, oben die Selbstverwirklichung. Für die Notfallvorsorge ist das eine praktische Reihenfolge. Tippe oben auf eine Stufe, um zu sehen, was sie in einer Krise bedeutet.
Stufe 1: Körperliche Grundbedürfnisse
Luft, Wasser, Nahrung, Wärme, Schlaf. Ohne sie ist alles andere egal.
- Wasservorrat für bis zu 10 Tage
- Lebensmittelvorrat, auch für kalte Mahlzeiten
- Wärme bei Stromausfall: Heizen ohne Strom
Stufe 2: Sicherheit
Ein sicherer Ort, Gesundheit, Schutz vor Gefahren, finanzielle Reserven.
- Notfallrucksack und Hausapotheke
- Rauch- und CO-Melder
- Notgroschen und Bargeld
Stufe 3: Zugehörigkeit
Familie, Nachbarn, Gemeinschaft. Krisen übersteht man gemeinsam.
- Notfallplan für die Familie
- Nachbarn kennen, Telefonnummern tauschen
- Ein Radio und eine Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben
Stufe 4: Selbstwert
Fähigkeiten geben Sicherheit: Erste Hilfe, einfache Reparaturen, Kochen ohne Strom, ein bisschen Selbstversorgung.
Stufe 5: Selbstverwirklichung
Ruhig bleiben, sich anpassen, anderen helfen. Ein vorbereiteter Haushalt entlastet die Rettungskräfte und kann selbst mit anpacken.
Die Dreierregel
Die Grafik oben zeigt eine Faustregel von Survival-Trainern: 3 Minuten ohne Luft, 3 Stunden ohne Schutz bei extremem Wetter, 3 Tage ohne Wasser, 3 Wochen ohne Essen. Sie ist keine medizinische Grenze, zeigt aber, warum Wasser und Wärme vor dem Essen kommen.
Was das für dich heißt
Fang unten an. Wer Wasser, Wärme und Essen gesichert hat, kann sich um den Rest kümmern. Den Einstieg erklärt der Ratgeber Notfallvorsorge in 7 Schritten.
Häufige Fragen
Ist die Maslow-Pyramide wissenschaftlich belegt?
Als starres Stufenmodell gilt sie in der Psychologie als vereinfacht. Als Denkhilfe für Prioritäten in der Notfallvorsorge ist sie aber nützlich: Sie erinnert daran, mit dem Grundlegenden anzufangen.
Quellen und weiterführende Links
Preper dient der allgemeinen Information und ersetzt weder die Anweisungen der Behörden noch ärztlichen Rat. Im Notfall wähle 112 (in der Schweiz auch 144, 117 oder 118).